Für mich ist einer der wichtigen Parameter für eine erfolgreiche Tierhaltung, das auch die jeweiligen "sozialen" Ansprüche der Tiere berücksichtigt werden. Daher wird in meinen Aquarien immer versucht die Fische entsprechend ihrer natürlichen Lebensweise als Paar, als Gruppe oder auch als Einzeltier zu halten. Da in diesem Bereich noch viele Fragen offen sind, möchte ich meiner Versuche hier dokumentieren. Sicherlich sind diese Versuche nicht unbedingt reproduzierbar und meine Ergebnisse hängen natürlich von den verschiedensten Umweltfaktoren ab und der Gestaltung des jeweiligen Aquariums ab. Dennoch hoffe ich damit dem ein oder anderen Aquarianer zu ermutigen die Paar- und Gruppenhaltung entsprechend zu probieren.

 

 

Die folgenden Fische halte ich als Paar oder Gruppe, bzw. habe ich so gehalten:

 

Doktorfische und ihre Verwandten:

Zebrasoma flavescens

Ctenochaetus hawaiiensis

Siganus magnificus

Siganus vulpinius

Kaiserfische:

Pomacanthus navarchus

Centropyge argi

Centropyge flavissimus

Centropyge potteri

Barschartige:

Liopropoma rubre

Liopropoma swalesi

Liopropoma carmabi

Plectranthias inermis

Oxycirrhites typus

Gramma loretto

Gramma linki

Pseudanthias parvirostris

Belonepterygion fasciolatum

Premnas biaculeatus

Grundeln:

Coryphopterus personatus

Valencienea wardi

Signigobius biocellatus

Gobiosoma evelynae

Discordipinna griessingeri

Paragobiodon lacunicolus

Caracanthus unipiniata

Priolepis nocturna

Trimma cana

Eviota bifasciata

Amblygobius rainfordi

Tryssogobius colini

Discordipinna griessingeri

Schleimfische:

Emblemaria pandionis

Salarias fasciatus

Ecsenius bicolor

Helcogramma striata

Lippfische:

Pseudocheilinus hexataenia

Pseudojuloides severnsi

Labroides dimidiatus

Cirrhilabrus lineatus

Wetmorella nigripinniata

Kardinalfische:
Sphaeramia nematoptera Apogon maculatus

Apogon leptacanthus

Sonstige:
Acreichthys tomentosus Chelmon rostratus

Synchiropus stellatus

Synchiropus splendidus

Doryrhamphus
excisus

 

 

     
 

Gelber Segelflossen Doktorfisch - Zebrasoma flavescens

Ich habe zwei Tiere aus einer Aquarien Auflösung übernommen, die sich schon aus einem Schwarm gefunden hatten. Nach Aussage des Vorbesitzers hatte sich die Gruppe nach und nach dezimiert bis nur noch zwei Tiere übrig blieben. Da die Tier ein einem 1500 Liter Becken waren, war sicherlich Platzbedarf nicht die Ursache. Ob Futtermangel eine möglicher Grund war, kann ich nicht beurteilen. Bis mein Hauptbecken eingefahren war, wurden die beiden Gelben Doktoren in meiner kleinen Anlage gehalten. Dort teilten sie sich das Becken mit einem juvenilen Traumkaiserfisch (Pomacanthus navarchus) und einem Borstenzahn Doktor (Ctenochaetus strigosus). Da ich damals noch plante eine Gruppe Gelber Doktoren zu halten versucht ich Tiere passender Größe zu finden. Das erste Tiere das ich fand wurde erst mal in das Nachbarbecken der beiden anderen Doktoren gesetzt. Durch die Seitenscheiben konnte sich die drei Gelben Doktoren sehen.  Während des ersten Tages wurde heftig an der Seitenscheibe gedroht und imponiert, jedoch lies dieses Verhalten sehr schnell nach. Nach einigen Woche entschied ich mich den neuen zu den anderen Tieren zu setzten. Obwohl sich die Tiere  - durch die Seitenscheiben - nicht mehr beachtet hatten, wurde der neue sofort heftig angegriffen. Das neue Tiere wurde in eine Höhle zurückgedrängt und durfte die Dekoration nicht mehr verlassen. Besondert stark wurde in den Abendstunden gekämpft, wenn es um das verteilen der Schlafplätze ging. Zum fressen durfte er kurz rauskommen, mehr war aber nicht drin. Diese Verhalten legte sich auch noch Wochen nicht!  Da ich mehr als ausreichend füttere, kann Futtermangel absolut nicht die Ursache dieses Verhaltens sein! Die Abmessungen dieses Beckens (120 x 40 x 40) sind ganz sicher nicht für die Haltung von Doktorfischen ausreichend. Aufgrund dieser Erfahrung und der Erfahrung des Vorbesitzers sowie ähnlicher Postings im Meerwasserforum habe ich vom Gedanken der Gruppenhaltung Abstand genommen. Die beiden Doktorfische schwimmen inzwischen als Paar in meinem Hauptbecken und Verhalten sich völlig normal. Weder mit dem Fuchsgesicht Paar noch mit den beiden Hawaii Borstenzahn Doktoren gibt es Auseinandersetzungen.

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Hawaii Borstenzahn Doktorfisch - Ctenochaetus hawaiiensis

Ursprünglich war geplant zwei Jungtiere der gleichen Größe zu erwerben. Leider war das aber nach vielen Versuchen nicht möglich, so das wir uns entschlossen haben entsprechend fitte Einzeltiere zu kaufen und nach der getrennten Eingewöhnung zusammenzuführen. Die beiden 5cm und 8cm großen Tiere hatten natürlich beide noch ihre Jugendfärbung. Von Anfang an, gab es überhaupt keine Problem mit der Zusammenführung. Es bleibt abzuwarten, was passiert wenn beide Tiere adult sind. Im November 2003 sind beide Tiere auf 10 cm bzw. 14 cm angewachsen und vom schönen Jugendkleid ist fast nichts mehr zu erkennen. Ab und an wird das kleinere Tier mal angedroht und über eine kurze Distanz verjagt. Es sind weder wirklich Kampfhandlungen noch Balzaktivitäten zu verzeichnen. Ich gehe davon aus, das die Tiere noch nicht die Geschlechtsreife erlangt haben. Beide Tiere wurden in meinen Augen für das Becken zu groß und wurden Anfang 2006 abgegeben.

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Andamanen Fuchsgesicht - Siganus magnificus

Seit dem 09.02.04 werden drei juvenile Exemplare mit ca. 10 cm Länge gepflegt. Sie sind eigentlich immer zusammen unterwegs, das ist für Juvenile aber auch normal. Bis Ostern 2004 sind die Tiere auch ohne ein Anzeichen von Disharmonie zusammen umhergeschwommen. Plötzlich fehlt einer und konnte nirgends gefunden werden. Einer der beiden verbliebenen zeigte kleine Kratzer auf. Die beiden verhielten sich völlig normal. Am nächsten Tag war zuerst auch der zweite verschwunden, konnte aber später gesehen werden. Er wurde von dem verblieben Tier angegriffen. Am nächsten Tag war zwischen den beiden wieder alles in Ordnung. Das dritte Tiere konnte erst zwei Tage später gesehen werden. Es wurde von einem Tier massiv angegriffen und hatte am ganzen Körper schrammen. Es konnte nicht gefangen werden und der Aggressor lies sich nicht austricksen. Am nächsten Morgen konnte der geprügelt leider nur Tod geborgen werden. Im Juli 2004 war dann auch der Friede zwischen den beiden verbliebenen Tieren vorbei. Wir auch schon beim S, vulpinius oder beim ersten S. magnificus ging es ohne Vorwarnung. Plötzlich war ein Tier nicht mehr zu sehen. Nach langem beobachten sieht man das manchmal wie der Unterdrücke aufgestöbert wird und durch das Becken gejagt wird. Glücklicherweise ist der unterlegen am dritten Tag zum schlafen in die Fischfalle gezogen und konnte daher herausgefangen werden. Sehr gestresst aber hoffentlich ohne schwere Verletzungen. 

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Fuchsgesicht - Siganus vulpinus

Angeregt durch Ellen Thaler und das Meerwasserforum waren die Fuchsgesichter meine ersten Fische die ich als Paar pflegte. Hier wurde der klassische Versuch mit einem kleinen (5cm) und einem größeren (9cm) Tiere unternommen. Das größere Tiere wurde einige Tage später als das kleinere in meine kleine Anlage gesetzt. Nachdem das Hauptbecken eingefahren war, wurden beide in dieses überführt. Anfangs wurde das kleinere Tiere manchmal kurz in seine Schranken gewiesen, doch meist zogen sie gemeinsam durch das Becken. Ein ungewöhnliche Beobachtung gab es jedoch. Eines Tages kam ich nach hause und fand das  - nach 2 Monaten auf 15cm gewachsene - größere Tiere völlig verkratzt, schnell atmend und offensichtlich total gestresst vor. Zuerst war ich völlig ratlos, waren doch alle anderen Fische topfit. Schnell stellte sich jedoch heraus, das das kleine Tiere - inzwischen auf 10cm angewachsen - das größere Hemmungslos durch das Becken jagte. Der ganze Spuck war am nächsten Tag vorbei und hat sich seitdem auch nicht wiederholt. Ich habe absolut keine Idee was dieses Verhalten ausgelöst haben könnte. Geschlechtsreife des jüngeren Tieres? Hat jemand etwas ähnliches Beobachten können? 12 April 2002: Nachdem vor einigen Wochen das kleiner Tier (12cm) das größere (15cm) einen Tag druch das Becken gejagt hat, war am nächsten Tag wieder alles friedlich. Seit zwei Tagen wird das größere Tier erneut so stark angriffen, das es sich nicht mehr zeigt. Eben konnte ich das sehr stark verletzte Tiere kurz sehen - leider aber nicht rausfangen. Sollte sich das Tier nicht fangen lassen, werden die tiefen Fleischwunden und der Stress wohl den sichern Tod bedeuten. Sehr bedauerlich!! 13 April 2002: Konnte das große Fuchsgesicht nicht herausfangen und heute morgen leider heute morgen nur noch tot bergen

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Traumkaiserfisch - Pomacanthus navarchus

Da für mich ein Kaiserfisch einfach auch in eine Riffgemeinschaft gehört habe ich mich für den eher klein bleibenden Traumkaiser entschieden. Schnell konnte ein 8cm Tiere das schon fast vollständig ausgefärbt war und sich in guter Kondition befand gefunden werden. Die Suche nach einem Partner in entsprechender Größe und entsprechend guten Zustand für einen fairen Preis wurde nach 5 Monaten abgebrochen und ein mit ca. 13cm doch deutliches größeres Tiere  dazu gekauft. Da der "kleine" in einem Teil meiner Anlage untergebracht war, die ihm nur suboptimale Bedingungen bot wollte ich nicht noch länger warten. Beide Tiere wurden im November 2002 gemeinsam in das Hauptbecken gesetzt und leider scheinen sie sich nicht gerade gesucht und gefunden zu haben. Der kleine wird sofort verjagt sobald er gesichtet wird. Da das Becken gut strukturiert ist traut sich der kleine ab und an heraus. Zumindest bekommt er genug Futter ab - so das jetzt nach 14 Tagen noch kein Handlungsbedarf besteht. Sollten sich die beiden partout nicht Vergesellschaften lassen, werd eich den größeren wieder abgeben und es erneut mit einem kleineren Exemplar versuchen. Am 02.07.03. wurde das größere Exemplar abgegeben. Da ich Hauptbecken nach und nach auf kleinere Fische umstellen möchte, wurde auch der verblieben Traumkaiser am 29.12.03 abgegeben.

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Herzogfisch - Centropyge argi

In der Stellage pflege ich in einem relativ kleinen Becken (120x40x40) eine dreier Gruppe dieser Zwergkaiserfische. Die Tiere stammen von unterschiedlichen Händlern und wurden innerhalb von 12 Stunden zusammen gesetzt. Die Gruppe hat von Anfang an gut harmoniert und ich bin der Meinung es handelt sich um einen Mann und zwei Weichchen. Die Balz konnte mehrfach beobachtet werden und wird hier nebst weitere Beobachtung dieser Fische detalierter beschrieben. Freiland Beobachtungen lassen die Vermutung zu, das die meisten Herzogfische in einer Harems Struktur leben. Zumindest bei den kleineren Centropyge Arten kann das einfach im Aquarium geboten werden. Leider ist im Frühjahr 2003 das Männchen plötzlich verstorben. Es hat lange gedauert bis ich eine Gelegenheit bekam die Gruppe wieder aufzustocken. Bis zum Sommer 2003 konnte ich keine Balzhandlungen der beiden Tiere beobachten und ging daher davon aus, das keines der Weibchen sein Geschlecht zum Männchen umgewandelt hatte. Ich erwarb daher zwei wirklich kleine Tiere (max 3cm) und setzte sie im Spätsommer 2003 zu dem beiden verbliebenen Tieren. Nach wenigen Stunden musste ich die beiden Zwerge allerdings retten, denn die größeren Tiere bedrängten diese so heftig das ich befürchtete die kleinen würden die nächsten Stunden nicht überleben. Daher wurden die kleinen wieder entfernt und in einem anderen Becken untergebracht. Jetzt im Winter 2003 habe ich zwei Paare die regelmäßig ablaichen.

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Gelber Herzogfisch - Centropyge flavissimus

Auch dieser Zwergkaiser wird von mir problemlos im Paar gepflegt. Zwei Jungtiere teilen sich ein Becken (120x40x40) der Stellage. Ich kann bei den Tiere keinerlei Geschlechtsunterschiede erkennen.

 

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Potters Herzogfisch - Centropyge potteri

Auch dieser Zwergkaiser wurde von mir im Paar gepflegt. Zwei Tiere teilten sich ein Becken (120x40x40) der Stellage. Ich konnte bei diesen Zwergkaisern keine Geschlechtsunterschiede erkennen.

 

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Schweizer Garde Zwergzackenbarsch - Liopropoma rubre

Auch diese kleinen und scheuen Fische werden bei mir als Paar gehalten. Da dieses Fische aber eher in der Dämmerung aktiv sind ist von einem gemeinsamen Verhalten nur sehr selten etwas zu sehen. Eines der Tiere ist deutlich fülliger und ich vermute es handelt sich dabei um das Weibchen. Diese Tier ist weniger scheu und eher mal zu sehen. Oftmals kann man die Tiere zusammen im Schatten bzw. in Höhlen der Dekoration sehen.  Im Sommer 2003 konnte ich erstmals die Balz beobachten. Die Tiere schwammen ganz langsam dich nebeneinander im Freiwasser meines "Riff- Kanals " Richtung Oberfläche. Meistens hielten sie dabei sogar Körperkontakt. Die Bewegungen erfolgt recht langsam und der Körperkontakt erinnerte mich irgendwie an Tango Tänzer.  Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Mondphasen Simulation auf der Vollmond Phase. Da ich die Simulation der Mondphase der echten Mondphase in Belgien angepasst habe, sollte es in etwas der aktuelle Vollmond gewesen sein. Nach 15 Minuten beendete ich die Beobachtung und obwohl ich die Abgabe der Geschlechtsprodukte nicht gesehen habe, gehe ich davon aus das diese erfolgt ist. Zumindest ist für mich seit dem klar, das ich ein Paar pflege und das eine Paarhaltung im Aquarium erfolgreich praktiziert werde kann.

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Zwergzackenbarsch - Liopropoma swalesi

Dieser Zwergzackenbarsch wird von mir, wie Liopropoma rubre, auch als Paar gepflegt. Auch hier konnte ich ein schlankes und eine fülligeres Tier gemeinsam erwerben. Das Paar befindet sich mit anderen Fischen in einem 120 x 40 x 40 Becken. Es konnten keine Balz oder ähnliche Verhaltensweisen beobachtet werden. Auch diese Art erweist sich als sehr versteckt lebend und ist eigentlich niemals im Freiwasser zu sehen. Sie stehen gerne in Unterständen oder ganz verborgen hinter den Aufbauten. Nur selten halten sie sich im Schatten von Korallen auf und entfernen sich nie mehr als wenige Zentimeter von der schützenden Dekoration.

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Zwergzackenbarsch - Liopropoma carmabi

Für mich ist es die schönste Art der Gattung - leider auch die teuerste. Im Gegensatz zu ihren Schwesterarten sind die Tiere bei mir meist offen zu sehen. Auch hier gab es keinerlei Problem ein Paar zu halten. Ich bin aber auch sicher, daß ich beide Geschlechter pflege. Ich werde bei Gelegenheit versuchen diese Art mal als Gruppe zu pflegen. 

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Zwergbarsch - Plectranthias inermis

Ich habe versucht vier dieser Tiere in einem Becken (120x40x40) zu halten. Nach wenigen Tagen fingen die Tiere an sich zu jagen, dabei werden die Kiemendeckel weit abgespreizt und der Gegner Frontal angedroht. Manchmal ist auch eine seitlich zuckende Bewegung des Kopfes zu sehen. Ob das auch eine Drohgebärde ist kann ich noch nicht sagen. Nach einer Woche trieb einer in schlechten Zustand im Becken und trotz sofortigem Umsetzen hat er das leider nicht überlebt. Diese Fische sind extrem schwer ausreichend zu füttern da sie sehr sehr langsam fressen. Es ist noch unklar ob die Tiere generell eine innerartliche Aggression aufweisen, oder ob der Lebensraum bzw. das Nahrungsangebot einfach zu begrenzt ist. Da die Tiere erst einige Wochen gepflegt werden, kann noch keine abschließend Aussage zur Verträglichkeit gemacht werden.

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Langnasen Korallenwächter - Oxycirrhites typus

Diese Fische sind nach meiner Meinung sehr gut im Paar zu halten.  Ich habe sie damals aus einem Händlerbecken mit anderen Oxycirrhites typus " gefischt". Sie hatten sich dort immer wieder zusammengefunden.  Meine beiden werden "artgerecht" in zwei großen Gorgonien gehalten. Innerhalb dieser befinden sie sich auch meist. Es konnte noch keine eigentliche Balz oder ähnliches beobachtet werden. Die beiden Korallenwächter sind jedoch meist nicht weit voneinander entfernt. Da seit Dezember 2002 eines der Tiere einen deutlich geschwollenen Bauch hat und ich manchmal Abends eine Art Führungsschwimmen beobachten kann gehe ich davon aus, das eines der Tiere ein Weibchen mit Laichansatz ist. Leider konnte ich die Balz oder das Ablaichen bis jetzt nicht beobachten.

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Königs Feenbarsch - Gramma loretto

Der Königs Feenbarsch zeigt leider keine äußerlichen Geschlechtsunterschiede daher ist es angeraten ein großes und ein kleines Tier zu Vergesellschaften. Mein beiden Tiere wurden nach diesem Prinzip ausgewählt und haben von Anfang an gut harmoniert. Gelegentlicher Transport von Caulerpa Stücken als Nestmaterial lässt mich vermuten das diese Tiere auch schon abgelaicht haben. Als Höhlenbrüter kann man die Gelege jedoch nicht sehen, ohne die Tiere zu stören.

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Feenbarsch - Gramma linkii

Diese extrem selten Gramma Art lebt in Tiefen bis zu 80m und wird daher nur selten gefangen. Ich pflege drei Tiere die Anfangs sehr scheu waren und erst nach 14 Tagen lernten das der Pfleger Futter bringt und es sich daher lohnt offen zu schwimmen wenn er im Anmarsch ist. Es waren keine äußeren Geschlechtsunterschiede zu erkennen und ich habe alle Tiere in ein Becken (120x40x40) gesetzt.  Schon nach wenigen Stunden konnte heftiges Maulzerren zwischen zwei der Tiere beobachtet werden. In den folgenden Wochen hatten sich die Tiere das Becken aufgeteilt und zwei der Tiere könnte eine Paar sein. Die beiden vermeintlichen Männchen lieferten sich dann über Tage erneute Kämpe, schwammen aber schließlich offen nebeneinander, Es wäre interessant zu wissen, ob eines der Tiere sein Geschlecht umgewandelt hat.

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Fahnenbarsch - Pseudanthias parvirostris

Gruppenhaltung von Fahnenbarschen ist sicherlich nichts ungewöhnliches und sollte der heutige Standard sein. Ich möchte hier nur meine Beobachtung zum Thema Geschlechtswechsel darstellen. Zuerst konnte ich eine kleine Gruppe von 3,2 (3 Männchen; 2 Weibchen) Tieren erwerben. Die Fische waren in einem schlechten Zustand und Frecherweise sollten die Männchen 40 % mehr kosten - aber ich wollte die Tiere haben. Nach wenigen Tagen fing eines der Männchen an die anderen Hemmungslos zu jagen. Sie konnten sich nur noch in der Dekoration versteckt halten und es war extrem schwer auch diesen Tieren ausreichend Nahrung zukommen zu lassen. Nach einer Woche war ihre Färbung soweit den Weichchen angeglichen, das sie wieder geduldet wurden. Leider verschwand das stärkste Männchen noch bevor die Umfärbung der anderen beiden vollständig vollzogen war. Schnell hatte sich das stärkere der beiden  als Alpha Tiere behauptet und färbet sich wieder zum Männchen um. Nach ca. 2 Monaten konnte ich im gleichen Laden eine weitere Gruppe von 1,3 erwerben. Diesmal war der Preis für alle Tiere gleich und betrug nur 50 % vom ersten Kaufpreis??? Auch die neue Gruppe war in keinem guten Zustand, trotzdem wagte ich es sie sofort zur bestehenden Gruppe in das Hauptbecken zu setzten. Das Alpha Männchen attackierte sofort die drei neuen Männer. Da diese deutlich kleiner und vor allem schwächer waren, hatte sie kaum eine Chance. Zwei der drei färbten sich relativ schnell um und schwimmen nun als Weibchen mit durch das Becken. Interessant ist der dritte Nachzügler, denn der macht keine Anstalten sich umzufärben. Obwohl er dominiert wird und nur in einem kleinen Bereich des Beckens geduldet wird, behält er seine männliche Rolle. Auch wenn der diese wohl nie ausüben werden darf. Handelt es sich hier vielleicht bei um ein Primär Männchen das sich nicht umfärben kann?

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Zwergbarsch - Belonepterygion fasciolatum

Noch kann ich zu dieser Art wenig sagen, denn die zwei Tiere die ich in einem Becken pflege, sind nie zu sehen. Daher ist unklar wie sie sich Verhalten, was sie fressen und ob ein Paarhaltung möglich ist. Zur Zeit der am schwierigsten zu beobachtende Fische in meiner Anlage.

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Samtanemonenfisch - Premnas biaculeatus

Zwei Paare der schönen gelb gebänderten Farbform werden von mir gepflegt. Es wurden vier Jungtiere erworben und schon im Eimer zu eingewöhnen, konnte man erkennen das zwei der Tiere sich zusammen geschlossen hatten und die anderen beiden unterdrückten. Diese beiden wurden in ein Becken gesetzt und sind seit dem ein Paar. Die andere beiden machten es mir etwas schwere, denn sie haben sie Anfangs gar nicht vertragen und mussten getrennt werden. Daher wurde der größere und stärkere zu dem Paar gesetzt. Nach einigen Tagen wurde er dort voll akzeptiert und durfte sogar mit in die Kupferanemonen. Er blieb aber deutlich kleiner als die anderen beiden Tiere und war daher vermutlich ein Männchen in "Warteschleife". Nach einigen Monaten war der einzeln gehaltene so Fit und hatte so viel an Größe zugelegt, das ich erneut versuchte ihn zu verpaaren. Der dritte im Bunde des Paares wurde daher wieder herausgefangen und zu dem vermuteten einzeln Weibchen gesetzt. Nach wenigen Tagen wurde die Anemone geteilt und die Rollen waren offensichtlich klar verteilt. Beide Paar sind immer noch sicher verpaart und ich hoffe bald die ersten Gelege zu finden.

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Zwerggrundel - Coryphopterus personatus

Diese kleinen Grundel lebt in einem meiner Becken in einer Gruppe von fünf Tieren. Die Grundeln stehen meistens im Freiwasser über den Korallen und schnappen dort nach vorbeitreibendem Futter. Sie stehen überwiegend alle zusammen in einer Gruppe und benötigen dafür ca. 30 cm3 Raum. Sie achten jedoch auf die nötige Distanz zur nächsten Grundel, wird eine gewisse Distanz unterschritten wird der "Eindringling" verjagt. Sie leben also schon in einer Schwarm ähnlichen Gemeinschaft und sollten daher auch nur als Gruppe gepflegt werden.

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Baggergrundel  - Valenciennea wardi

Im November 2003 konnte ich glücklicherweise bei einem Händler ein Paar dieser selten angeboten Grundel erwerben. Nach dem Umstellung des Hauptbeckens auf Korallensand wurde es auch dringend nötig das der Sand ab und an umgeschichtet wurde. Bisher konnte ich noch keine deutlichen Beobachtungen zum Sozialverhalten dieser Grundel machen, da eigentlich kaum eine soziale Interaktion zu erkennen ist. Beide Tiere sind jedoch immer zusammen. Einen weiterführenden Bericht über die Eignung dieser Fische im Riffaquarium habe ich hier für sie zusammengestellt.

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Krabbenaugen Grundel - Signigobius biocellatus

Diese Tiere sollten unbebingt als Paar gehalten werden, nur dann zeigen sie ihr überaus interessantes Verhalten. Siehe eigene Seite über die Krabbenaugen Grundeln. Inzwischen (Herbst 2003) pflege ich mehrere dieser Fische. Da das Weibchen meines ersten Paares leider Nachts herausgesprungen ist stelle ich gerade neue Paare zusammen. In einem Händlerbecken schwamm ein Paar und ein weiteres Tier. Da sich das Paar nicht alleine fangen lies wurden alle Tiere erworben. Das paar hatte sich schnell wieder gefunden und das einzelne Tier wurde in einem separaten Becken untergebracht. Es war schwach und wurde erst einmal aufgepäppelt. Demnächst versuche ich diese Tier mit dem verbliebenen Männchen zu verpaaren. Da diese Grundeln hervorragend den Boden bearbeiten, werde ich in jedes Becken meiner Stellage ein Paar setzen.

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Hainasen-Neongrundel - Gobiosoma evelynae

Der Versuch diese schöne Putzergrundeln als Gruppe in einem 220 Liter Becken zu pflegen schlug fehl. Schnell hatten sich Paare zusammengefunden, welche die anderen Tiere unterdrückten. Zwei der unterdrückten Tiere wurden herausgefangen und separat gesetzt. Doch auch dort haben sie einige Tage hart gekämpft bis dann plötzlich Ruhe war. Ich nehme an das eine der Grundeln eine Geschlechtsumwandlung vollzogen hatte. Größere Fische bieten sich diesen Grundeln zum putzen an und die Grundeln kommen auch meisten der Aufforderung nach.

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Griessinger's Grundel - Discordipinna griessingeri

Lange war ich auf der Suche nach dieser selten im Handel angeboten Grundel. Im April 2004 gelang es mir endlich zwei dieser wunderschönen Grundeln zu erwerben. Sie sind allerdings kaum zu sehen, leben äußerst versteckt und zeigen sich auch noch drei Monaten noch nicht im Licht. Daher auch die bescheidene Bild Qualität. Bis jetzt konnte ich zum Beispiel keine Nahrungsaufnahme feststellen, dennoch sind die Grundeln gesund. Die Tiere sind auch manchmal zusammen zu sehen, es konnte aber keine Sozial Interaktion festgestellt werden. Aufgrund der Verstecken Lebensweise und der geringe Größe (unter 3cm) sind diese Fische nur etwas für den Spezialisten. Verkaufspreise von über 100.- Euro sorgen wohl auch dafür, das sie nicht in einem normalen Heimaquarium gehalten werden.

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Korallen Grundel - Paragobiodon lacunicolus

Diese Grundel wird im Handel als Panda Goby bezeichnet. Die angebotenen Fische wiesen alle beträchtliche Flossenschäden auf und ein kurzes Beobachten zeigte die starke innerartlich Aggression dieser Fische. Auch meine fünf Grundel verjagten jeden Artgenossen der zu Nahe kam. Leider nahmen meine Tiere überhaupt kein Futter an. Auch der Großhändler bei dem ich die Fische bezogen habe, konnte keine Nahrungsaufnahme feststellen. Diese Beobachtung und der Hinweis bei www.fishbase.com lassen mich vermuten das es sich um einen absoluten Nahrung Spezialisten handelt den man besser nicht erwerben sollte. Die Fische waren mit einem Verkaufspreis von ca. 25.- Euro auch nicht gerade billig.

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Pelzgroppe - Caracanthus unipiniata

Diese äußerst versteckt lebende Groppe gehört zu den Skorpionsfischen! Sie leben ausschließlich in großen Steinkorallen. Ich habe fünf dieser Tiere in mein Hauptbecken gesetzt, ein weiteres wurde als Untermieter eines großen Wildfang Stockes Acropora granulosa eingebracht. Eines der Tiere wurde später in schlechten Zustand im Unterschrankbecken gefunden udn verstarb bald darauf. Nach Monaten trauen sie sich dann auch mal an den Rand eines Korallenstockes so das man sie sehn kann. Mittlerweile kenne ich den Standort von drei dieser Fische. Das ein Tiere lebt weiterhin in der Acropoa granulosa und hat dieses meines Wissens nach noch nie verlassen. Diese Tier ist auch nie auf der Koralle zu sehen, sondern hält sich nur zwischen den einzelnen Korallenästen auf. Zwei weitere Tiere leben zusammen (??) in einer großen Kolonie Montiora digitat welche direkt an die Acropora angrenzt. Das größere der Tiere ist öfters am Rande des Stockes zu sehen. Nur wenn es Futter gibt, kann man auch die zweite Pelzgroppe sehen, denn dann verlassen sie für Sekunden die Koralle um vorbeitreibende Artemien oder Mysis zu erbeuten. Man sollte daher unbedingt darauf achten, dass diese Fische auch genug Futter bekommen. Ob die beiden Tiere als Paar zusammen leben, oder sich nur den recht großen Montipora Stock ( Ø 30 cm) teilen kann ich nicht sagen. Man sieht die Tiere dafür einfach zu selten. Ich konnte keines der Tiere jemals mit einem anderen zusammen beobachten.

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Sägezahn Grundel - Priolepis nocturna

Auch diese schöne aber scheue Höhlen bewohnende Grundel pfleg ich erst einige Wochen und kann dazu noch wenig sagen. Es werden drei Tiere gepflegt, eines hat eine deutlich abweichende Zeichnung als in der Publikation von Ellen Thaler gezeigt, oder als die Bilder im Fischlexikon auf Korallenriff.de. Eines der Tiere ist seit dem Einsetzen in einer gegraben Höhle und hängt dort nicht Kopf unter wie für diese Grundel immer angegeben. Bilder und weitere Beobachtungen folgen baldigst.

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Korallen Grundel - Trimma cana

Eine schöne Grundel für ein kleines Becken mit friedlichen Fischen. Ähnlich wie die Dreiflosser sitzen auch sie auch einer Aussichtswarte und erhaschen vorbei treibendes Futter. Ich konnte bei meinen vier Tieren keine Geschlechtsunterschiede und auch keine Verhaltensweise welche auf Balz etc. schließen lassen beobachten. Unterschreitet ein Artgenosse eine gewisse Distanz wird er kurz verscheucht. Da die Grundel unter 3cm groß sind sollte man auch entsprechend kleines Futter achten

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Korallen Grundel - Eviota bifasciata

Diese kleine Grundel ist eng mit Steinkorallen verbunden und schwebt meist über Tischförmigen Acropora Stöcken. Bei Gefahr und Nachts tauchen sie zwischen den Korallenästen unter. Die Tiere scheinen in einer Gruppe bzw. Kolonie zu leben. Ich pflege 5 Tiere und es gibt keine Probleme. Da die Grundel unter 3cm groß sind sollte man auch entsprechend kleines Futter achten

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Grundel - Amblygobius rainfordi

Es wurden vier Tiere gleichzeitig eingesetzt und leider hat es überhaupt nicht gut geklappt. Schon nach wenigen Stunden fingen die Tiere an sich zu prügeln. Leider zeigten die Tiere auch schon nach zwei Tagen Anzeichen einer Bakteriellen Erkrankung. Ich konnte diese Krankheit nicht heilen und verlor drei der Grundeln. In wie weit der Stress die Heilung verzögerte oder gar die Krankheit mit auslöste kann ich nicht sagen. Interessant ist jedoch das das überlebende Tiere auch das Dominante war.

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Blauaugen Zwergpfeilgrundel - Tryssogobius colini

Diese mini Pfeilgrundel lebt in Tiefen bis 80m und wurde daher erst 2003 beschrieben. Sie sollen über Sand und Geröll leben und wurden auch schon gemeinsam mit Nemaleotris magnifica beobachtet. Ich pflege vier dieser schönen Grundeln in einem 120x40x40 Becken. Sie scheinen wie ihre großen Verwandten in Paaren zu leben. Kommen sich die Tiere zu Nahe, werden sie verjagt. Bei Gefahr flüchten sie Blitzschnell unter Korallenstücke etc.

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Segelflossen Blennide - Emblemaria pandionis

Bei diesen kleinen Blenniden lassen sich die Geschlechter an der Größe der Rückenflosse unterscheiden. Männchen haben eine deutlich größere und dunkel schwarz gefärbte Rückenflosse. Normalerweise sitzen diese nur maximal 5cm großen Blenniden in einer Höhle im Gestein und erhaschen vorbei treibendes Futter. Manchmal schwimmen die Männchen ins freie Wasser und markieren durch schnelles auf- und zuklappen der Rückenflosse entweder ihr Revier oder sie Werben um die Gunst der Weibchen. Diese sind weniger schwarz - eher dunkel grau. Außer dieser "Flossenschau" konnte keine Balz etc. beobachtet werden. Ich pflege 6 Tiere in einem 60*40*40 Becken und sie lassen sich gut in einer solchen Gruppe halten.

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Juwelen Felsenhüpfer - Salarias fasciatus

Als ich zwei Tiere in Becken neben einander sah, dachte ich es wäre ein deutlicher Unterschied in der Zeichnung und im Körperbau zu sehen. Ich dachte - und denke es immer noch- es handele sich um zwei verschiedene Geschlechter. Selbst wenn dem so ist, fanden sich die beiden zumindest nicht attraktiv genug. Es handelte sich um den Erstbesatz in meinem Hauptbecken und ich war leider gezwungen das schwächere Tiere umzusetzen.

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Zweifarben Schleimfisch - Esenius bicolor

Obwohl dieser Schleimfisch von einigen als Korallen Beißer bezeichnet wird ist er doch einer meiner Lieblingsfisch. Mehrfach schlug der Versuch fehl diese Fische im Paar zu halten. Als ich in einem Händlerbecken zwei Tiere innerhalb einer Gruppe sah die oft zusammen schwammen versuchte ich es erneut. Es hat auch dann gut geklappt, denn die Tiere haben sich nicht bekämpft und es waren klare Unterwurfs Gesten des kleineren Tieres zu sehen. Den abgebildeten Fisch ahbe ich als das Männchen angesehen. Seine Farbe ist stärker, die Vertikale Bänderung ist tagsüber nicht zu sehen und die Schwanzflosse weist ein Unterschwert auf. Leider verschwand das vermeidliche Weibchen nach 3 Monaten spurlos. Daher sehe ich diesen Versuch der Paarhaltung nicht als Aussagekräftig an.

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Gestreifter Dreiflosser - Helcogramma striata

Die Dreiflosser tragen ihren Namen wegen der drei einzelnen Rückenflossen. Sie sind leicht in einer Gruppe zu halten. Diese Grundel ähnlichen Fische sitzen auf einer Koralle oder einem Stein und warten auf vorbeitreibenden Nahrungspartikel welche dann im schnellen Vorstoß erbeutet werden. Kommt ein Artgenosse etwas zu nahe wird er kurz verjagt. Ich habe den Eindruck als hätte ein Geschlecht (Männchen?) einen leicht größeren Kopf und mehr Gelb Anteil im Kopfbereich. Demnach hätte ich zwei Männchen und drei Weibchen.

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Sechsstreifen Lippfisch - Pseudocheilinus hexataenia

Gleichzeitig kamen Harald Mulder und ich auf die Idee ein Gruppenhaltung dieser Lippfische zu versuchen. Bei mir wurden fünf erst am Vortag importierte Lippfische eingesetzt. Die Tiere waren alle fast gleich Groß. Aufgrund der Größe und der Struktur des Beckens ist es sehr schwer alle Tiere gemeinsam zu sehen. Nach einer Woche konnte beobachtet werden, das zumindest einer der Fische von einem anderen verjagt wurde. Zur Zeit können nur maximal drei Tiere gleichzeitig gesehen werden. Diese drei scheinen auch zu harmonieren. Zuweilen kann aber auch beobachtet werden, das ein Tier verjagt wird. Ob es sich dabei um eines der drei handelt oder um eines der anderen kann nicht festgestellt werden. Es bleibt abzuwarten, was passiert wenn die Lippfische ihre Geschlecht verändern. Seit dem Sommer 2003 wurde regelmäßig die Balz und das Ablaichen der Tiere beobachtet. Das größere Männchen laicht dabei sogar an einem Abend mit zwei Weibchen nach einander ab. Die laichbereiten Weibchen sind einfach am durch Eier geschwollenen Bauch zu erkennen. Sind die Tiere laichbereit erfolgt in der abendlichen Blaulichtphase ein langes Verfolgungsschwimmen. Dabei folgt meist das Männchen dem Weibchen. Gelaicht wird bei mir immer im vollen Strahl der Strömungspumpe - und zwar immer in der gleichen, obwohl fünf verschieden Austrittsöffnungen vorhanden sind. Dabei durchbrechen die Tiere oftmals die Wasseroberfläche. Dieses Geräusch und das hektische schnappen der Anthias und der Chromis nach den Eiern zeiht mir immer an das soeben abgelaicht wurde. Im Herbst 2003 sah ich völlig überraschend vier Tiere gleichzeitig! Es sind also noch mindestens vier der fünf Tiere im Becken vorhanden.

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Schabracken Lippfisch  - Pseudojuloides severnsi

Zwei dieser wunderschönen Lippfisch konnte ich erwerben. Das eine Tiere war mehr rosa hatte aber schon einen dunkleren Kopf - es sollte sich um ein Weibchen handeln. Das andere Tier war klar als Männchen ausgefärbt. Ein Blick in das neue Lippfisch Buch von Kuiter brachte dann schnell die Erkentniss das das zweite Tiere sich bereits zum Männchen umfärbt. Das ausgefärbte Männchen dominierte das andere Tier. Es wurde aber nur gedroht und selten verjagt. Als sich das schwächere Tiere nach sechs Wochen innerhalb von 48 Stunden völlig umfärbt hat es sofort die dominante Rolle übernommen. Beide Tiere bekämpften sich einige Tage und es war bereits geplant eines der Tier herauszufangen, als die Kämpfe aufhörten. Es wurde noch kurz verjagt aber eine Aggression war kaum noch vorhanden. Leider fand ich eine Woche später eines der Tiere vor dem Aquarium. Trotz einem 15 cm hohen Rand und umlaufenden Stegen!

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Putzer Lippfisch - Labroides dimidiatus

Zu einem bereist im Becken befindlichem Putzer wurde ein weiteres viel kleineres Exemplar gesetzt. Beide schwammen schnell zusammen durch das Becken und putzen sogar gemeinsam die größeren Fische. Es konnte keine Balz etc beobachtet werden. Nach 13 Monaten wurde morgens plötzlich ein Tier Tod aufgefunden. Demnächst wird wieder ein kleiner Putzer einziehen, damit auch diese Tiere wieder weitestgehend Artgerecht gepflegt werden können.

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 - Cirrhilabrus lineatus

Dieser Australische Lippfisch wird in Europa nur sehr selten Angeboten. Wie alle Cirrhilabrus Arten sollte er im Harem gehalten werden. Leider bekommt man nicht immer genug Weibchen. Nachdem das Männchen trotz Abdeckung heraus gesprungen ist, erfolgte die Geschlechtsumwandlung vom Weibchen zum Männchen erfolgt bei mir innerhalb einer Woche. Erst bei der Balz oder bei der Bedrohung eines anderen Männchens werden die Farben voll gezeigt. Ich konnte noch ein weiteres Männchen erwerben, das aber sofort vom alten Weibchen angegriffen wurde. Daher musste ich die Tiere trennen. Dies zeigt das man von solchen Fischen keine zwei Männchen in einem Becken pflegen sollte. Das erste Bild zeigt das Männchen, das zweite Bild das Weibchen.

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Höhlenlippfisch - Wetmorella nigripinniata

Dieser eigentlich Höhlenbewohnende Lippfisch wird nun mehr und mehr Angeboten. Ich setzte eine Gruppe von fünf Tieren in eine Becken 120x40x40. Eines war abgesondert und schwamm meist an der Scheibe hoch und runter. Die anschließende Beobachtung der Tiere brachte zu Tage das er massiv von einem andern Tier unterdrückt wurde. Ich konnte auch eine leicht unterschiedliche Farbtönung bei den Tiere feststellen (siehe Bild)  und vermute es handelt sich um Geschlechtsunterschiede. Als der unterdrückte Fisch umgesetzt wurde ändert sich sein Verhalten sofort.

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Pyjama Kardinalbarsch - Sphaeramia nematoptera

Eine Gruppe von sechs Jungtiere (5cm im Januar 2004) dieses Kardinalbarsches wächst bei mir heran. Sie halten sich überwiegend in einer großen Gorgonie auf. Da die Tiere noch juvenile sind, kann ich derzeit noch wenig Aussage über ihr Sozialverhalten machen. Sie stehen meist als Gruppe zusammen und ich kann keine Interaktion feststellen. Da nur eine geeignetes Versteck für die Tiere vorhanden ist, kan man auch schwer sagen ob die Tier als Gruppe zusammen bleiben würden wenn mehr Raum und andere geeignete Versteckplätze vorhanden wären. Weitere Information werden folgen sobald die Tiere herangewachsen sind.

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Roter Kardinalbarsch - Apogon maculatus

Eine Gruppe von fünf Jungtieren wurde in ein 120x40x40 Becken gesetzt. Leider war mir nicht bekannt das diese schöne Art eine Einzelgänger ist und zudem auch noch sehr versteckt lebt. Innerhalb der folgenden Monate hat sich die Anzahl der Tiere fast unbemerkt auf ein Tier reduziert, Die innerartliche Aggression ist enorm. Diese Fisch stellte sich auch als Räuber dar der auch schon mal eine Grundel oder einen kleinen Riffbrach verputzt. In einem Becken mit großen Fischen ist er sicher gut untergebracht, auch wenn man ihn dort wenig sehen wird.

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FDadenflossen Kardinalbarsch - Apogon leptacanthus

Aufgrund einer bakteriellen Erkrankung ist meine 10er Gruppe schnell auf drei Tiere reduziert worden. Diese machen sich jedoch wie bei vielen anderen auch super und die beiden Männchen tragen regelmäßig Gelege. Sie stehen jedoch nicht zusammen sondern immer nur ein Paar und der einzelne Mann. Wann und wie das Weibchen "fremd geht" konnte ich noch nicht beobachten.

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Tangfeilenfisch - Acreichthys tomentosus

Dieser scheue aber unheimlich interessante Fisch lies sich von mir auch ohne Probleme im Paar pflegen. Je nach Stimmung und Umgebung können diese Fische ihr Farbe, die Musterung und die Körperanhänge entsprechend "sprechen lassen".  Die Schwierigkeit in der Paarhaltung dieser Tiere liegt in der Geschlechter Bestimmung. Ein ausführlicher Bericht folgt.

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Orangebinden Pinzettfisch - Chelmon rostratus

Bei den Chelmons hatte ich - wie sich herausstellen sollte, nicht zu unrecht - mit den größten Problemen gerechnet. Wurde ich doch im Jahr 1999 während meiner Tätigkeit als Zoobegleiter im Kölner Aquarium Zeuge, wie sich dort zwei Tiere erbarmungslos stritten. Und das in einem gut strukturiertem 20.000 Liter Aquarium. Ich kann mich leider nicht erinnern wie es ausgegangen ist, befürchte aber einer der beiden ist dabei auf der Strecke geblieben. Ich fand einen mittelgroßen Chelmon, der im Händlerbecken aktiv nach Futter suchte, nach Frostfutter schnappte und noch keine eingefallene Stirn hatte. Nicht einfach so was zu finden! Nach zwei Tagen wurde alles angebotene Frostfutter gefressen, nur die Glasrosen werden gehfließendlich Ignoriert!! Auf den Gedanken der Paarhaltung kam ich erst, als winzig kleine Chelmon rostratus angeboten wurden. Die Tiere hatten gerade mal eine Größe von 3-4 cm. Dennoch war ich unentschlossen. Erst als mein Händler mir im November 2002 einen Chelmon quasi schenkte, habe ich es probieren wollen. Der kleine hatte beim Händler zwar noch gefressen , war aber schon stark abgemagert. Nachdem der kleine in meiner Anlage langsam mit Artemia und Multisanostol wieder zu Kräften gekommen war, hatte ich mich vier Wochen später gewagt die beiden zusammen zusetzen. Kurz gesagt, es ging völlig schief!! Der kleine wurde sofort äußerst heftig durch das ganze Becken gejagt und auch lange durch die Dekoration verfolgt. Er bekam kein Futter ab und wäre sicher schnell am Stress gestorben. Glücklicherweise konnte ich ihn wenige Tage später des Nachts um 04:00 Uhr im Freiwasser vor der Frontscheibe entdecken und schlaftrunken einfangen. Seitdem leistet der kleine meinen Centropyge argi Gesellschaft und hat sich auch schnell vom Stress erholt. Dieser Fisch ist also oftmals nicht nur schwer zu halten (hängt sehr stark von Zustand des Tieres und den Haltungsbedingungen ab!!) sondern auch ganz sicher nicht "Gesellschaftsfähig"! Ich würde diesen Fisch daher nur Profis mit langjähriger Erfahrung empfehlen. Am 02.07.03 wurde das kleinere Tiere abgegeben.

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Roter Scooter  - Synchiropus stellatus

In einem Becken von 120*40*40 halte ich eine Gruppe von 2,2 Tieren. Die beiden Männchen drohen sich regelmäßig an und der schwächer wird kurz verjagt. Das verjagen scheint keinerlei Stress für die Tiere zu bedeuten, denn Sekunden später suchen sie wieder entspannt nach Nahrung.  Die beiden Weibchen zeigen keinerlei Interaktion. Das oben geschilderte änderte sich allerdings nach einigen Monaten und die Männchen fingen an sich start zu streiten. Ich habe darauf hin die Tiere getrennt. Beide Paare haben dann regelmäßig abgelaicht. Für mich sah es immer so was, als würden Männchen und Weibchen ihre Bauchflossen ineinander verharken. Dies stellt vermutlich sicher das die Tiere von der Strömung nicht zu weit voneinander weggetrieben werden und möglichst viele Eier befruchtet werden. Wie alle Leierfische steigen auch die S. stellatus zum laichen an die Wasseroberfläche. Es kommt zu vielen Scheinpaarungen die dazu dienen das die Tiere ihren Rhythmus mit einander Synchronisieren. 

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Mandarinfisch  - Synchiropus splendidus

Der Vollständigkeit halber muss man natürlich auch einen der Klassiker der Korallenfisch Paarhaltung erwähnen. Schon lange wird dieser Fisch in unseren Aquarien als Paar gepflegt. Regelmäßig kann man Abends den Balztanz und das anschließende Ablaichen beobachten. Und das obwohl das Becken mit einer 40iger Höhe eigentlich zu flach ist damit die Tiere balzen können - glücklicherweise stört das mein Paar nicht.

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Blaustreifen Seenadel - Doryrhamphus excisus

Diese Seenadeln sind bei mir leider sehr versteckt lebend, und das obwohl ich sie im Artenbecken pflege. Sofern man sicher eine Männchen und ein Weibchen hat, ist eine Paarhaltung gut möglich. Die Männchen lassen sich von den Weibchen durch die seitlich am Maul befindlichen kleinen Fortsätze erkennen. Ich gebe zu, das kann man kaum sehen, aber wenn man die Tiere vergleicht ist es doch deutlich.  Das Glück war mit hold, und ich konnte ein Paar finden, bei dem der Mann schon beim Händler eine Gelege trug.  Demnächst werde ich einmal versuchen eine Mann und mehrere Weibchen zu Vergesellschaften.

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© Peter Schmiedel     2004                                    Letzte Aktualisierung  13/04/2007